Die Geschichte der Hückels May

Das Landgut Hückels May erlebte eine wechselvolle Geschichte. Nach über 60 Jahren als Landwirtschaftsbetrieb wird der Hof 1900 an die Terraingesellschaft AG zum Zwecke der Industrieansiedlung verkauft, deren Rechtsnachfolger erst die Deutschen Edelstahlwerke, dann Thyssen-Krupp-Nirosta und jetzt Outokumpu waren bzw. sind. Auf den damaligen Feldern des Hofes entstand das heutige Stahlwerk. Der Hof wurde Anfangs mit jeweils 7-jährigen Vertrag bereits mit Gasthaus an die Familie Lönne verpachtet. Nach dem Krieg wird der Hof von den Eheleuten Ross (Trude Roß war eine geb. Lönne) betrieben. Erst 1973 haben die Eheleute Roß diesen von Thyssen erworben. Nach dem Tod Ihres Mannes führte Frau Trude Roß das Gasthaus bis zu ihrem Tod 1996.

 

Im April 1997 erwarb Till Reese die stark sanierungsbedürftige Hofanlage. Nach nur 8-monatiger Bauzeit wurde der Hof in seiner heutigen Gestalt am 20.06.1998 neu eröffnet. Bei der Sanierung wurde großer Wert auf die Erhaltung der alten Bausubstanz sowie die Wiederherstellung der früheren Gebäudestruktur gelegt. So wurde z.B. auch die Fachwerkscheune (neben dem heutigen Parkplatz) im nahe gelegenen Vorst abgebaut und an Stelle einer ca. 1950 abgebrannte Remise errichtet. Seit 2024 wird das Landgut Hückels May in zweiter Generation von seinem Sohn Felix Reese geführt.

 

Diese Geschichte an der Hückels May - der Name "May" war ursprünglich gleichbedeutend mit „Maibaum“ als Bezeichnung eines zollpflichtigen Überganges über die Landwehr - wurde zum gestalterischen Thema der neuen Gastronomie in den Mauern des alten Gutshofes gemacht.

 

Jetzt präsentiert sich das Landgut Hückels May mit seinen verschiedenen Räumlichkeiten als vielseitiger Ort für Feiern und Veranstaltungen zu nahezu allen Gelegenheiten. Seien es familiäre oder geschäftliche Anlässe (z.B. Hochzeiten, Geburtstage, Firmenevents), wir wünschen Ihnen eine genussvolle, entspannende Zeit in unserem Hause.

An historischer Stelle in der Zeit von 1830 bis 1855 erbaut (hier fanden 1642 und 1758 die Schlacht an der Hückels May sowie die Schlacht bei Krefeld um die Vorherrschaft am Niederrhein statt) bietet das Landgut Hückels May ein einzigartiges Ambiente in verschiedenen Räumen unterschiedlicher Größe.

 

Der heutige Gutshof, in mehreren Stufen erbaut in der Zeit zwischen 1830 und 1855, liegt unmittelbar an der aus dem 13. Jahrhundert stammenden alten Krefelder Landwehr, deren Reste noch heute im nahen Forstwald zu besichtigen sind. Diese zog sich südwestlich um die Stadt und sollte den Niederrhein militärisch gegen eindringende Truppen absichern. 

                      Modell der Landwehr                                                          Modellfoto                                                                    Schlachtplan 

 

 

 

Hier fanden im Dreißigjährigen Krieg am 17.01.1642 die Winterschlacht an der Hückels May sowie im 7-jährigen Krieg am 23.06.1758 die Schlacht bei Krefeld statt. Beide Male führte die gleiche militärische Fehleinschätzung der Landwehr zu einer vernichtenden Niederlage, da diejenigen Armeen verloren, die sich im Schutze der Landwehr sicher glaubten.

 

Bei der Winterschlacht 1642 siegten die mit Schweden verbündeten Hessen, Weimaraner und vor allem Franzosen mit 9.000 Mann unter der Führung des Generals Jaen Baptiste de Guébriant gegen ein etwa gleich starkes Heer der Kaiserlichen Truppen, die sich an der Landwehr verschanzt hatten. 

 

1758 erlitten diesmal die mit 47.000 Mann weit überlegenen Franzosen das gleiche Schicksal. Diese wurden unter Führung des Generals Ferdinand von Braunschweig im Auftrage des preußischen Königs Friedrich II, genannt „der Große“ sowie den Hannoveranern -enge Verbündete Englands- mit insgesamt ca. 30.000 Mann vernichtend geschlagen.


Zu unseren Räumen

Ihre Veranstaltungen bei uns

Fotogallerie